
Tiefseebergbau
Was ist Tiefseebergbau?
Tiefseebergbau bezeichnet die Gewinnung von Mineralien aus dem Meeresboden, oft in Tiefen von über 1.000 Metern. Unternehmen fördern wertvolle Rohstoffe wie Manganknollen, Kobalt, Nickel und Seltene Erden – allesamt Bestandteile von Elektronik, Batterien und Technologien für erneuerbare Energien. Befürworter argumentieren, diese Mineralien seien für die Energiewende unerlässlich. Doch der Tiefseebergbau zerstört fragile Ökosysteme, deren Entstehung Millionen von Jahren dauerte. Anders als an Land kann sich die Tiefsee von großflächigen industriellen Eingriffen nicht so leicht erholen.
Warum wollen Unternehmen im Meer Rohstoffe abbauen?
Die Nachfrage nach Mineralien wie Kobalt und Nickel steigt aufgrund des Booms bei Elektroautos, Smartphones und erneuerbaren Energiespeichern. Bergbauunternehmen argumentieren, der Meeresboden biete ein riesiges, unerschlossenes Reservoir, das diese Nachfrage decken könnte. Doch das Bestreben, diese Ressourcen auszubeuten, vernachlässigt oft die Umweltkosten. Tiefseeökosysteme sind kaum erforscht, und der Abbau birgt das Risiko, Arten auszurotten, bevor wir sie überhaupt entdecken. Das Streben nach Profit könnte die Ökosysteme, die unseren Planeten erhalten, dauerhaft schädigen.
Wo ist Tiefseebergbau geplant?
Warum ist Tiefseebergbau schädlich?
Der Abbau von Rohstoffen am Meeresboden bedeutet das Durchbaggern oder Bohren empfindlicher Lebensräume, die sich über Millionen von Jahren entwickelt haben. Sedimentwolken können Meereslebewesen ersticken, während Lärm und Lichtverschmutzung Tiefseebewohner stören, die an absolute Dunkelheit angepasst sind. Sind diese Ökosysteme einmal zerstört, können sie sich möglicherweise nie wieder erholen, was zu einem dauerhaften Verlust der Artenvielfalt führt. Viele dieser Lebensräume spielen auch eine Rolle bei der Kohlenstoffspeicherung, was bedeutet, dass der Abbau den Klimawandel beschleunigen könnte. Kurz gesagt: Die Risiken sind weitaus größer als der potenzielle Nutzen.
Die Bedrohung für Fischerei und Küstengemeinden
Der Tiefseebergbau beeinträchtigt nicht nur den Meeresboden, sondern schädigt auch Fischerei und Küstengemeinden. Sedimentwolken und chemische Verschmutzungen können in flachere Gewässer gelangen, wo die Menschen auf Fisch als Nahrungs- und Einkommensquelle angewiesen sind. In Namibia, wo die lokalen Fischergemeinden bereits unter Überfischung leiden, würde der Tiefseebergbau die Krise verschärfen. Gesunde Fischbestände sind sowohl für die lokale Bevölkerung als auch für den nationalen Export unerlässlich. Sie für kurzfristige Rohstoffgewinne zu riskieren, ist nicht nachhaltig.
Wird in Namibia Tiefseebergbau betrieben?
Namibia steht im Zentrum globaler Debatten über den Tiefseebergbau, insbesondere über die Gewinnung von Meeresphosphat . Das umstrittene Sandpiper-Projekt nahe Walvis Bay ruht seit Jahren aufgrund von Rechtsstreitigkeiten und Umweltbedenken. Obwohl der kommerzielle Abbau noch nicht begonnen hat, drängen Unternehmen weiterhin auf die Erteilung von Lizenzen. Wissenschaftler, Fischer und Naturschutzorganisationen warnen davor, dass der Phosphatabbau Namibias marine Ökosysteme und Fischbestände zerstören würde.
Im Moment hat Namibia noch die Chance, den Tiefseebergbau zu stoppen, bevor er überhaupt beginnt.
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