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Robben am Kap Cross

Tollwut in
Kap-Pelzrobben

Was ist Tollwut?

Tollwut zählt zu den ältesten bekannten Viruserkrankungen; Aufzeichnungen reichen über 4.000 Jahre zurück. Sie wird durch das Lyssavirus verursacht und befällt das zentrale Nervensystem von Säugetieren. Gelangt das Virus ins Gehirn, führt es zu schweren Entzündungen und neurologischen Symptomen, die unbehandelt unweigerlich zum Tod führen. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) schätzt, dass Tollwut jährlich fast 59.000 Menschenleben fordert, hauptsächlich in Afrika und Asien. Die Krankheit ist zu 100 % vermeidbar, verläuft aber nach dem Auftreten der Symptome fast immer tödlich.

Wie sich Tollwut ausbreitet und wie sie behandelt wird

Tollwut wird am häufigsten durch Bisse infizierter Tiere übertragen. Nach dem Biss wandert das Virus über das Nervensystem zum Gehirn, wo es Entzündungen und schwere Symptome verursacht. Je nach Bissstelle kann es Monate, manchmal sogar Jahre dauern, bis das Virus das Gehirn erreicht. Gebissene Tiere sind erst ansteckend, wenn das Virus ihre Speicheldrüsen erreicht hat, in der Regel einige Tage bevor klinische Symptome auftreten. Ein Tier kann das Virus in sich tragen, ist aber noch nicht ansteckend, da es die Speicheldrüsen noch nicht erreicht hat.

Warum Tollwut bei Kap-Pelzrobben so alarmierend ist

Tollwut befällt normalerweise keine Meeressäugetiere. Erstmals wurde Tollwut bei Kap-Pelzrobben in Südafrika nachgewiesen, nachdem mehrere Tiere ungewöhnliches Verhalten und neurologische Symptome zeigten. Dieser Befund war unerwartet, da Tollwut typischerweise eine Krankheit von Landsäugetieren ist und bisher nicht bei Meerestieren dokumentiert wurde.

Wie erkennt man Tollwut bei einem Tier?

Tollwut zeigt typischerweise Symptome, sobald die Krankheit das Gehirn erreicht hat. Zu den häufigsten Symptomen zählen Verhaltensänderungen, Unruhe, Angst, Aggression, ungewöhnliche Zutraulichkeit bei Wildtieren und vermehrter Speichelfluss, der oft als Schaumbildung vor dem Mund wahrgenommen wird. Hydrophobie, die Angst vor Wasser, ist eines der bekanntesten Symptome von Tollwut bei Landtieren. Sie wird vermutlich durch schmerzhafte Muskelkrämpfe in Rachen und Kehlkopf verursacht, die das Schlucken erschweren und schmerzhaft machen. Versucht ein Tier zu trinken oder Speichel zu schlucken, können diese Krämpfe ausgelöst werden, was zu starkem Unbehagen und Angst beim Trinken führt.

Was tun bei einer Begegnung mit einer möglicherweise tollwütigen Robbe?

Sollten Sie ein Tier beobachten, das sich auffällig oder aggressiv verhält, halten Sie Abstand und verständigen Sie umgehend die örtlichen Behörden. Versuchen Sie niemals, das Tier selbst anzufassen.

Meerestiere wie Robben erkranken normalerweise nicht an Tollwut, da das Virus an landbasierte Umgebungen und Übertragungswege angepasst ist. Die jüngst bestätigten Infektionen bei Robben deuten auf eine Änderung dieses Musters hin. Bitte berühren oder interagieren Sie nicht mit Robben.

 

Falls Sie oder Ihr Haustier von einer Robbe gebissen werden, geraten Sie nicht in Panik, sondern handeln Sie sofort und suchen Sie umgehend ärztliche Hilfe auf.

Ärzte empfehlen unter Umständen eine Tollwutimpfung, um ein Fortschreiten der Infektion zu verhindern. Dasselbe gilt für Haustiere: Kontaktieren Sie umgehend einen Tierarzt. Am wichtigsten ist es, Wildtiere zu respektieren und unnötigen Kontakt zu vermeiden, um das Risiko von Bissen von vornherein zu verringern.

Genießen Sie Ihre Zeit am Meer, aber seien Sie stets vorsichtig im Umgang mit Wildtieren!

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„Tollwut bei Kap-Pelzrobben“

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